Die Trauerfeier

 

 

So verhalten Sie sich auf einer Trauerfeier angemessen

 

 

Der Schmerz der Angehörigen kann sich verschlimmern wenn der Trauergast auf einer Trauerfeierlichkeit ein falsches Verhalten an den Tag legt. Es gibt einige allgemein gültige Regeln, die keinen Anlass für falsches Verhalten geben. Nicht wenige Menschen sind unsicher und wissen nicht so richtig wie sie sich korrekt verhalten sollen.

TrauerfeierLegen Sie auf einer Trauerfeier ein angemessenes Verhalten an den Tag.

Unangemessene übertriebene Anteilnahme ist ebenso wie das totale Schweigen aus Angst, etwas Falsches zu sagen, völlig falsch. Keiner von uns geht gerne als Trauergast zu einer Trauerfeierlichkeit. Hier einige Regeln, damit Sie selbst nicht zum Stein des Anstoßes bei den Hinterbliebenen werden.

  • Der Teilnehmer sollte mindestens 15 Minuten vor Beginn der Zeremonie anwesend sein.
  • Der Trauergast sollte eine Kleidung in gedeckten Farben tragen, passend zum Anlass. Die Kleidung sollte so ausgewählt sein, dass die Arme bedeckt sind, nackte Beine und auffälliger Schmuck sind tabu.
  • Es gehört sich, sich in das Kondolenzbuch einzutragen. Nachdem dies geschehen ist, wird der Sitzplatz eingenommen. Die Angehörigen des Verstorbenen sitzen in der Regel in den ersten beiden Reihen. Die Trauerfeier beginnt meist mit einer Andacht oder einem Gottesdienst. Das hängt davon ab, ob der Tote religiös gewesen ist. Also richtet ein Geistlicher, ein professioneller Trauerredner oder ein Freund die gedenkenden Worte an die Hinterbliebenen und die Trauergemeinde.
  • Wenn danach der Sarg zum Grab getragen wird, geht in der Regel als erste Person der Priester/ Pastor/ Bischof der Kirche (sofern dabei) und dann erst folgen die engsten Angehörigen und danach die übrige Trauergemeinde.
  • Sie sollten unbedingt darauf achten dass während der gesamten Zeremonie ihr Handy ausgeschalteten ist.

 

Die eigentliche Beerdigung.

Ist der Sarg in die Grube hinabgelassen worden, folgt meist noch eine kurze Rede des Priester/ Pastor/ Bischof der Kirche oder eines nahen Angehörigen. Als erstes tritt die Familie heran und verabschiedet sich von dem Toten. Danach können sich die Trauergäste einzeln oder paarweise von dem Toten verabschieden.

Üblicherweise werden entweder mitgebrachte Blumen oder auch drei Schaufeln Erde auf den Sarg geworfen. Danach kann der Trauergast zu den Hinterbliebenen gehen, Ihnen die Hand schütteln und jedem einzelnen Betroffenen seine Anteilnahme versichern. Dabei ist ein einfaches "Mein Beileid" ausreichend. Hat in der Todesanzeige die Familie darum gebeten, von Kondolenzen am Grab abzusehen, dann sollte dieser Wunsch auf jeden Fall respektiert werden.

Schwatzen, lachen oder ähnliche Auffälligkeiten sollten auf dem Weg zum Grab auf alle Fälle unterbleiben. Sollten Sie von der Familie des Toten zum Leichenschmaus in ein Restaurant oder eine Gaststätte eingeladen werden, sollten Sie auf jeden Fall Alkohol meiden.

 

Ablauf in der Kirche bzw. in der Trauerhalle

Die übliche Begräbnisfeier entsprechend der Ordnung der katholischen Kirche

Der Ablauf


Hinweise zu Stücken des Ablaufes


Musik oder gemeinsamer Gesang

Feiert man den Trauergottesdienst In der Kirche, so erklingt hier zu Beginn die Kirchenorgel. In der Trauerhalle ist es ein Harmonium, eine elektronische Orgel oder ein anderes Instrument - entsprechend der örtlichen Möglichkeiten.

Weihwasser

Der Sarg oder die Urne wird mit Weihwasser besprengt. Diese Segenshandlung ist eine Tauferinnerung und besagt: Mit Jesus Christus bist du durch die Taufe verbunden - Mit ihm bist du gestorben - Mit ihm wirst du leben.

Begrüßung

Der Zelebrant (Priester / Diakon) begrüßt mit einer Grußformel und / oder einem Bibelzitat und einigen Begrüßungsworten die Trauergemeinde. Dabei nennt er den Namen der verstorbenen Person.

Kyrie-Rufe

Die drei einzelnen Abschnitte des Kyrie-Gebetes enden üblicherweise mit 1. Herr erbarme dich / 2. Christus erbarme dich / 3. Herr erbarme dich. Die Trauergemeinde wiederholt jeweils diesen Satz.

Gebet

Kurzes Eingangsgebet, das die Situation (Tod / Trauer / Hilflosigkeit) beschreibt und Gott bittet, den Verstorbenen gnädig aufzunehmen.

Schriftlesung

Der Zelebrant liest einen Text aus der Heiligen Schrift (Bibel). Eine Lesung aus dem Alten Testament beantwortet die Gemeinde mit: Wort des lebendigen Gottes. Wird ein Evangeliumstext gelesen, so beendet ihn die Gemeinde mit Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. Lob sei dir, Christus.

Homilie
= Ansprache / Trauerpredigt mit Auslegung des Lesungstextes

Die Predigt bezieht die frohe Botschaft vom Leben und der Auferstehung Jesu Christi auf das Leben des Verstorbenen.

Stille

Es folgt Stille, um die Predigtworte in Bezug auf die eigene Situation und das Leben des Verstorbenen zu bedenken.

Lied oder Psalm

Mit einem gemeinsam gesungenen Lied werden die Trauernden, die nun lange zugehört haben, aktiv einbezogen.

Wird statt eines Liedes ein Psalm gesprochen, so spricht die Gemeinde zu Beginn und am Schluss oder auch nach jedem Absatz einen Vers (Kehrvers).

Anrufungen

Mehrmalige Bitten, den Verstorbenen zu erlösen. Die Bitten werden von allen Trauergästen jeweils durch das gemeinsam gesprochene Erlöse sie (ihn) ergänzt.

Gebet

Ein kurzes Gebet, in dem Gott gepriesen wird und gebeten, die verstorbene Person bei sich aufzunehmen. (Bitte um Trost für die Hinterbliebenen) Folgt keine Grablegung mit Fürbittgebeten, so können hier die Fürbitten mit dem Vaterunser gebetet werden.

Auszug / Sarggeleit bzw. Urnengeleit zur Ruhestätte

Wird dieser Wortgottesdienst ohne Sarg gefeiert oder bleibt der Sarg stehen, weil er zur späteren Einäscherung abgeholt wird, so verlassen die Trauergäste still (eventuell begleitet von Musik) den Raum.

Die Trauergäste geleiten den Sarg bzw. die Urne in einer Prozession zur letzten Ruhestätte. Je nach örtlichem Brauch wird dabei gesungen und das Sarggeleit von Glockenklängen begleitet.